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Aktuelle Beiträge

Veröffentlicht: 2018-09-27 14:42:38

Dr. Andreas Lohmeyer im Standort-Portrait, in Wirtschaft in Südwestfalen.

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Veröffentlicht: 2018-08-29 15:00:39

Die Ausschlagung

  • der vorläufige Erbe ist rückwirkend kein Erbe mehr und die Erbschaft fällt dem Nächstberufenen an, § 1953 II, II.
  • der vorläufige Erbe hat als Nichtberechtigter gehandelt, so dass insbesondere seine Verpflichtungsgeschäfte den endgültigen Erben nicht binden, es sei denn eine Notverfügung, § 1959 II BGB, oder ein gutgläubiger Erwerb nach §§ 932ff., 892f. stehen im Raum.
  • Kein Einfluss auf die Wirksamkeit von Erklärungen gegenüber dem vorläufigem Erben, § 1959 III.
  • Ebenso die Erfüllung von Forderungen des Erblassers kraft einer analogen Anwendung dieser Vorschrift oder von § 1959 II BGB.

Die Ausschlagung eröffnet den Pflichtteilsanspruch NUR:

  • dem Ehe-/Lebenspartner – nur  -  bei Zugewinngemeinschaft, § 1371 III BGB.
  • dem pflichtteilsberechtigten Erben nach § 2306 BGB.

Ausschlagungsfrist

  • Grundsatz:§ 1944 I BGB = 6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls und des Berufungsgrundes.
  • Bei Aufenthalt im Ausland zur Zeit des Fristbeginns, § 1944 III BGB = 6 Monate.
  • Bei Berufung durch Verfügung von Todes wegen, Fristbeginn erst mit Verkündung, § 1944 II BGB.
  • Ausschlagung muss entweder zur Niederschrift des Nachlass- gerichtes erfolgen oder notariell beurkundet werden, § 1945 I S. 2 BGB.
  • Das Vermächtnis wird formlos ausgeschlagen (oder angenommen)

Zugang -  wo erkläre ich ?

  • früher: nur Sterbeort – Nachlassgericht
  • jetzt: auch Wohnsitz – Nachlassgericht des Ausschlagg nden§§ 343, 344 VII FamFG

Beispiel Erbausschlagung:

An das Amtsgericht

- Nachlassgericht -

In der Nachlasssache des am ??? verstorben???, zuletzt wohnhaft ??? in ???. Hiermit schlage ich, ???, die Erbschaft nach ???, geb. ???, geb. am ??? in ???, verstorben am ???, aus allen in Frage kommenden Berufungsgründen aus. Wir, ?? und ??, geb. am ??, schlagen hiermit die Erbschaft nach dem vorge- nannten Erblasser für unsere (n) Tochter / Sohn ??, ebenfalls aus allen in Betracht kommenden Berufungsgründen aus.

Der Nachlass ist überschuldet.

Der Notar hat mich darüber belehrt, dass:

  • die Erbschaftsausschlagung grundsätzlich innerhalb von sechs Wochen seit dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme von dem Anfall der Erbschaft und dem Berufungsgrund gegenüber dem Nachlass- gericht zu erklären ist;
  • es erforderlich ist, dass ich diese Ausschlagungserklärung im Original schnellstmöglich per Einschreiben mit Rückschein an das zuständige Nachlassgericht sende, wobei vorrangig das Amts- gericht zuständig ist, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt des Erbfalls seinen Wohnsitz hatte, aber auch an das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Ausschlagende seinen Wohnsitz hat §§ 343, 344 Abs. 7 FamFG);
  • bei einer Erbausschlagung aus anderen Gründen als der  Überschuldung des  Nachlasses vorab eine rechtliche Beratung erforderlich ist;
  • eine Erbausschlagung dazu führen kann, daß Kinder des Aus- schlagenden erbberechtigt werden und deswegen eine Ausschlagung auch für erbberechtigte minderjährige Kinder empfehlenswert sein kann und zwar auch dann, wenn diese Kinder zwar gezeugt, aber noch nicht geboren sind;
  • die Ausschlagung für einen Minderjährigen der familiengerichtlichen Genehmigung bedarf, wenn dieser neben einem Elternteil Erbe ist und nicht erst aufgrund der Erbausschlagung des Elternteils Erbe wird.

Die Anfechtung der Annahme bzw. Ausschlagung

  • Anfechtung, nach §§ 119 ff. BGB
  • Die Anfechtungsfrist, 1954 BGB = 6 Wochen
  • Beginn mit Kenntnis des anfechtungsberechtigten Erben vom Anfechtungsgrund
  • Inhalts- und Erklärungsirrtum
  • Irrtum über verkehrswesentliche Eigenschaft, NICHT der Wert des Nachlasses, sondern nur dessen wertbildenden Faktoren
  • Anfechtung der Fristversäumung, § 1956 BGB, ebenfalls innerhalb von 6 Wochen
  • Anfechtung wegen Drohung oder Täuschung, § 123 BGB
  • Fristbeginn erst mit dem Ende der Zwangslage

Beispiel Anfechtung:

Ich fechte gleichzeitig die Versäumung der Ausschlagungsfrist gem. § 1956 BGB an: Ich habe die Frist versäumt, weil mir die Existenz dieser Frist nicht bekannt war. Ich bin davon ausgegangen, dass ohne ausdrückliche Annahme der Erbschaft, die ich nicht erklärt habe,diese als ausgeschlagen gilt bzw. ich nicht erben werde.

Veröffentlicht: 2018-06-19 20:11:42

Manchmal erbt man schneller, als es einem lieb ist. Und nicht immer ist die Erbschaft mit einem üppigen Geldsegen und klaren Vermögensverhältnissen verbunden. Nur wer einen Erbschein besitzt, bekommt Auskunft bei den Banken und kann somit den Vermögensstand einschätzen. Doch bis dahin können Wochen verstreichen.

Problematisch ist für die Erben die sogenannte Universalsukzession. Sie regelt, dass sie nicht nur die Aktiva, sondern auch sämtliche Passiva erben. Kein Erbe möchte nach Antritt der Erbschaft ärmer sein als vorher, nur weil er die Erbschaft falsch eingeschätzt hat.

Der Gesetzgeber kann niemanden dazu verpflichten, ein Erbe anzunehmen, auch wenn er aufgrund eines Testaments oder der gesetzlichen Erbfolge Erbe und damit Rechtsnachfolger des Verstorbenen wird.

Erbe ausschlagen

Steht von vornherein fest, dass der Erblasser überschuldet war, sollten Sie die Erbschaft unverzüglich ausschlagen. Die Ausschlagung muss dem Nachlassgericht am eigenen Wohnort persönlich oder durch einen Notar erklärt werden. Ein selbstgeschriebener Brief reicht nicht aus. Die Ausschlagungsfrist beträgt sechs Wochen, beginnend mit dem Zeitpunkt, zu dem der Erbe von seiner Erbschaft erfahren hat. Nach der Ausschlagung geht die Erbschaft auf den weiteren Testamentserben über.

Ist keiner vorhanden, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Schlagen alle Erben die Erbschaft aus, erbt der Staat – und der kann nicht ausschlagen. Versäumt ein Erbe, innerhalb von sechs Wochen das Erbe auszuschlagen, erbt er automatisch durch konkludentes Handeln. Er kann aber die Versäumung der Ausschlagungsfrist anfechten und noch ausschlagen, §1956 BGB

Nicht sofort hinwerfen

Die augenscheinliche Überschuldung des Nachlasses ist der häufigste Grund, das Erbe direkt auszuschlagen. Ärgerlich nur, wenn sich im Nachhinein noch ein gut gefülltes Bankkonto findet oder andere Werte auftreten. Eine Erbausschlagung lässt sich nur schwer anfechten. Herrscht Unsicherheit über den Wert des Nachlasses, können Sie das Erbe trotzdem antreten und gleichzeitig das eigene Vermögen durch Schutzmechanismen absichern.

Schonfrist nutzen

Mit einer Drei-Monats-Einrede können Sie die Bezahlung der Nach- lassverbindlichkeiten verweigern. Die Zeit soll dazu dienen, einen Überblick über das Erbe zu bekommen und das eigene Vermögen mit der anschließenden Möglichkeit zu schützen, die Haftung auf den übernommenen Nachlass zu beschränken.

Zur Verhinderung von Schadenersatzforderungen durch Nachlassgläubiger haben Sie die Möglichkeit, eine gerichtliche Nachlassverwaltung anzuordnen oder das Nachlassinsolvenzverfahren zu beantragen. Sollte der Nachlass nicht ausreichen, die Verfahrenskosten zu decken, können Erben durch die Einrede der Dürftigkeit die Haftung auf den Nachlass beschränken.

Wer eine Erbschaft trotz Schulden angenommen hat, kann ein Aufgebotsverfahren beantragen. Dann müssen die Gläubiger des Erblassers innerhalb einer gerichtlich festgesetzten Frist ihre Forderungen anmelden.

Für Gläubiger, die dem Erben nicht bekannt sind, verlängert sich die Frist auf fünf Jahre. Somit bestehen für Erben erst nach Ablauf von fünf Jahren keine Haftungsrisiken mehr.

Veröffentlicht: 2018-03-19 11:26:36

Wussten Sie schon, ...

... dass ein nicht verheirateter Partner, der als Bezugsberechtigter der Lebensversicherung seines Lebensgefährten begünstigt ist, nach dem Tod seines Lebenspartners oft nur gegen den Widerstand der Erben die Versicherungssumme tatsächlich und in vielen Fällen nicht erhält?

Wenn ein nicht verheiratetes Paar den jeweils anderen Partner in der Lebensversicherung als Begünstigen angibt, ist das aus juristischer Sicht ein Vertrag zugunsten Dritter auf den Todes-fall. Typische Fälle von Verträgen zugunsten Dritter auf den Todesfall sind die Einsetzung eines Bezugsberechtigten in einem Lebensversicherungsvertrag oder auch die Vereinbarung mit der Bank des Erblassers, nach dem Ableben an eine bestimmte Person einen bestimmten Geldbetrag auszuzahlen.

Die Lebensversicherungssumme bzw. das durch einen Vertrag zugunsten Dritter auf den Todesfall versprochene Bankguthaben fällt grundsätzlich nicht in den Nachlass. Der Erbe hat auf diese Vermögensgegenstände in aller Regel kein Anrecht.

Nach dem Ableben des Erblassers tritt die Bank bzw. Lebensversicherung an den Begünstigten heran, setzt ihn von dem bestehenden Vertrag zugunsten Dritter auf den Todesfall in Kenntnis und zahlt ihm den Geldbetrag aus. Ist das Geld erst beim Begünstigten angekommen, hat es damit in aller Regel auch sein Bewenden.

Bekommen die Erben aber, und das geschieht häufig,  noch vor Auszahlung des Geldes Kenntnis von dem Vertrag, kommt es zu rechtlichen Komplikationen kommen:

Zwar ist der Begünstigte mit dem Tod des Erblassers berechtigt, die Auszahlung der Versicherungssumme oder des Bankguthabens einzufordern. Mit dem Erbfall treten aber die Erben die Rechtsnachfolge an. Als Rechtsnachfolger des Erblassers können die Erben in noch nicht endgültig abgewickelte Verträge des Erblassers eingreifen. Sie sind z.B. berechtigt, die dem Vertrag zugunsten Dritter auf den Todesfall zugrunde liegende Schenkung zwischen Erblasser und Begünstigtem zu widerrufen, bis sie vollzogen ist. Ist also die Versicherungssumme noch nicht an den Begünstigten ausgezahlt, können die Erben durch den Widerruf der Schenkung und/oder der Bezugsberechtigung erreichen, dass der Wille des Erblassers mißachtet und der von ihm aus guten Gründen Bedachte leer ausgeht.

Ich verwende deshalb in Testamenten immer folgende Formulierung:

„Weder der Erbe noch ein Schluss- oder Ersatzerbe ist berechtigt, die von uns geschlossenen Verträge zu Gunsten Dritter zu widerrufen.

Sollte ein Erbe oder Schluss- oder Ersatzerbe einen von uns geschlossenen Vertrag zu Gunsten Dritter widerrufen, so wird der Erbe oder Schluss- oder Ersatzerbe mit dem Vermächtnis beschwert, den auf diesen Weg zum Nachlass gelangenden Vertragsgegenstand an den vormals vertraglich Berechtigten herauszugeben.“ 

Der widerrufende Erbe muß dann also z.B. die Versicherungssumme als Vermächtnis herausgeben – der Widerruf nützt ihm also nichts, der Erblasserwille wird durchgesetzt.

Veröffentlicht: 2018-01-11 18:55:59

Jeder  kann seine Erben frei bestimmen und ist nicht an die gesetzliche Erbfolge gebunden. Das ergibt sich aus der Testierfreiheit (§ 1937 BGB). „Ent-Erben“ bedeutet konkret, einen gesetzlich erbfolgeberechtigen Angehörigen von der Erbfolge auszuschließen. Je nach Situation muss das nicht zwangsläufig ein feindlicher Akt sein. Gründe dafür gibt es viele, z. B. Angst um den Vermögenserhalt, Gerechtigkeitsempfinden etwa wegen hoher Schenkungen oder Ausbildungskosten zu Lebzeiten, aber auch Streit oder Enttäuschung. In den seltensten Fällen werden diese Gründe gerichtlich überprüft. Allerdings sollte das Testament, das zur  Veränderung der gesetzlichen Erbfolge zwingend erforderlich ist, gerichtsfest sein.

Ansatzpunkt ist die gesetzliche Erbfolge: Bitte  machen Sie sich die gesetzliche Erbfolge klar (s. § 1922 ff. BGB): Der überlebende Ehegatte erhält in der Regel die Hälfte des Erbes: neben einem Viertel als erbrechtlichem Anspruch ein weiteres Viertel als Zugewinnausgleich (nur im Güterstand der Zugewinngemeinschaft ). Der Nachlass geht im Übrigen an die Kinder des Erblassers zu gleichen Teilen, sind keine Kinder (mehr) da, an die Enkel und erst dann, wenn keine Enkel vorhanden sind,  an die Eltern und deren Kinder, also die Geschwister des Erblassers.

Wann bekommen „Enterbte“ keinen Pflichtteil?

Enterben mit dem Ergebnis, dass der Enterbte tatsächlich  nichts, also keinen Pflichtteil  bekommt, funktioniert nur bei entfernteren Verwandten. Die Pflichtteilsansprüche der nächsten Angehörigen, das sind Kinder, Eltern und der Ehepartner, gehen nur bei besonders schweren Pflichtverletzungen, Vergehen oder Verbrechen leer aus (abschließende Liste s. § 2333 BGB). Um dies sicherzustellen, ist testamentarisch eine Entziehung des Pflichtteils erforderlich unter eingehender Schilderung der Verfehlungen, die zu dem Zeitpunkt bereits stattgefunden haben müssen (§ 2336 BGB). Solche Fälle sind wirklich ganz selten.

Im Übrigen bekommen die pflichtteilsberechtigten Angehörigen nur dann nichts, wenn sie auf die Erbschaft oder den Pflichtteil verzichten (Erbverzichtsvertrag, Pflichtteilsverzichtserklärung, zwingend notariell zu beurkunden).  Hier ist also die Mitwirkung der Pflichtteilsberechtigten  oft mit  einem finanziellen Ausgleich zu Lebzeiten Voraussetzung für die rechtssichere Veränderung der gesetzlichen Erbfolge.

Pflichtteilsanspruch für Kinder, Ehegatten, Eltern

In der Regel bekommen die enterbten Kinder, Ehegatten und Eltern nicht „nichts“, sondern den Pflichtteil. Der Gesetzgeber befreit den Erblasser also nicht gänzlich aus der Sorgepflicht für seine nächsten Angehörigen. Konkret: Wenn Sie für Ihre Kinder, Ihren Ehegatten oder Ihre Eltern als gesetzliche Erben testamentarisch einen Ausschluss von der Erbfolge formulieren („Mein Sohn S erhält nichts“) oder sie schlicht ignorieren, erhalten sie dennoch den gesetzlichen Pflichtteil in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Anspruchs (§ 2303 BGB). Dabei gilt das Rangprinzip der gesetzlichen Erbfolge:

Die Eltern des Erblassers haben nur dann Pflichtteilsansprüche, wenn keine Abkömmlinge vorhanden sind. Kinder verdrängen also die (Groß-)Eltern auch im Pflichtteilsrecht.

Der Pflichtteilsberechtigte kann diesen Anspruch gegenüber allen gesetzlichen und sonstigen Miterben innerhalb einer Frist von drei Jahren durchsetzen – allerdings nur als Geldzahlung. Hinzu kommen Ergänzungsansprüche aus Schenkungen des Erblassers an Dritte, soweit diese weniger als zehn Jahre zurückliegen (§ 2325 BGB). Außerdem werden diese Schenkungen mit 1/10 pro Jahr rechnerisch abgeschmolzen, zurückgerechnet vom Erbfall ( Ausnahmen siehe unten).

Reduzierung des Pflichtteilsanspruchs

Der zukünftige Erblasser hat verschiedene Möglichkeiten, noch zu Lebzeiten vorausschauend den Pflichtteilsanspruch für Kinder, Ehegatten und ggfs. Eltern im Erbfall zu verringern und damit das Ziel, die Erben vor teilweise existenzbedrohenden Pflichtteilsansprüchen zu schützen, zu erreichen.

Frühzeitige Schenkungen an die anderen Erbberechtigten oder an Dritte: diese müssen mindestens zehn Jahre vor dem Erbfall liegen oder an Gegenleistungen geknüpft sein, damit kein  sog. Pflichtteilsergänzungsanspruch daraus abgeleitet werden kann; sie dürfen auch den Wert des verbleibenden Erbes nicht unverhältnismäßig überschreiten.

Zuwendungen an den Pflichtteilsberechtigten zu Lebzeiten: dabei muß unbedingt die Anrechnung der Schenkung auf den Pflichtteil vor/bei der Schenkung vereinbart werden – später geht dies einseitig nicht!

Nießbrauchsrechte oder ein lebenslanges Wohnrecht: Diese zurückbehaltenen Rechte schmälern zwar den Wert der Schenkung und damit auch den Pflichtteilsergänzungsanspruch. Allerdings beginnt dann die 10-Jahresfrist ( auch keine Abschmelzung von 1/10 pro Jahr vor dem Erbfall !) nicht zu laufen, eine ganz gefährliche Falle! 

Der Güterstand der Gütertrennung  ist (fast) nie das Mittel der Wahl, denn er senkt ab zwei Kindern die Erbquote des Ehepartners und erhöht die Erbquoten der Kinder jeweils ganz deutlich, so daß deren Pflichtteilsansprüche teilweise doppelt so hoch sind! 

Die Gestaltungsmöglichkeiten und die Anforderungen an eine rechtssichere „Enterbung“sind komplex. 

Lassen Sie sich von einem erbrechtlich versierten Fachanwalt/Notar beraten!